
Hugo Löwensberg
- geboren 1880
- 1939 nach Frankreich deportiert und in Drancy interniert
- 1943 deportiert
- ermordet in Majdanek
Hugo Löwensberg wurde 1880 als jüngster Sohn von Adolf und Amalie Löwensberg (geb. Herxheimer) geboren. Der gelernte Kaufmann heiratete die aus Berlin stammende Else Löwenthal. Die Ehe blieb kinderlos. Hugo und Else Löwensberg flohen vor dem NS-Regime nach Frankreich. Else war vermutlich in Gurs oder Le Vernet – zwei Lager im von den Deutschen damals noch nicht besetzten Südfrankreich – interniert und wurde von dort durch die mit dem NS-Regime kollaborierende Vichy-Regierung an die Nationalsozialisten ausgeliefert. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und dort bald nach ihrer Ankunft am 6. September 1942 ermordet. Auch Hugo Löwensberg hielt sich im unbesetzten Frankreich auf, zeitweise im Hotel Richelieu in dem kleinen Pyrenäen-Ort Eaux-Bonnes. Er wurde am 4. März 1943 nach Sobibór deportiert und in Majdanek ermordet.
Text: Reinhard Frenzel
Redaktionelle Bearbeitung: HdE

Der Stolperstein für Hugo Löwensberg wurde am 13. März 2013 in der Taunusstraße 51 verlegt.
