{"id":5056,"date":"2024-11-11T13:57:10","date_gmt":"2024-11-11T12:57:10","guid":{"rendered":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/?page_id=5056"},"modified":"2025-07-08T17:43:23","modified_gmt":"2025-07-08T15:43:23","slug":"familie-bayerthal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/stolpersteine-in-mainz\/biografien\/familie-bayerthal\/","title":{"rendered":"Familie Bayerthal"},"content":{"rendered":"\n<br>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\">Diese Seite wird noch bearbeitet. Es handelt sich um eine vorl\u00e4ufige Fassung. <\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Philipp Hugo Bayerthal<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>geboren am 24. Mai 1872 in Sprendlingen<\/li>\n\n\n\n<li>am 27. September 1942 nach Theresienstadt deportiert<\/li>\n\n\n\n<li>ermordet am 30. M\u00e4rz 1943 <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Elisabeth \u201eElsa\u201c Bayerthal, geb. Weiss<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>geboren am 27. Juni 1882 in Wien<\/li>\n\n\n\n<li>am 27. September 1942 nach Theresienstadt deportiert<\/li>\n\n\n\n<li>am 18. Mai 1944 nach Auschwitz deportiert und am 31. Dezember 1944 ermordet<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ernst Ludwig Bayerthal<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>geboren am 16. Oktober 1902 in Kaltennordheim<\/li>\n\n\n\n<li>stirbt am 23. M\u00e4rz 1942 nach einem Suizidversuch<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rosa Weiss, geb. Fleischmann<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>geboren am 28. Juni 1859<\/li>\n\n\n\n<li>am 27. September 1942 nach Theresienstadt deportiert<\/li>\n\n\n\n<li>am 21. Oktober 1942 in Theresienstadt ermordet<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Philipp Hugo Bayerthal wurde am 24. Mai 1872 in Sprendlingen im Kreis Bingen als viertes Kind des gro\u00dfherzoglichen Notars Dr. Heinrich Bayerthal und seiner Frau Mathilda, geb. Rothschild, geboren und evangelisch getauft. Am 21. Juni 1905 heiratete er in Frankfurt die Schauspielerin Elisabeth Weiss, die am 27. Juni 1882 in Wien geboren worden war, und ebenfalls der evangelischen Religion angeh\u00f6rte. F\u00fcr ihren fast dreij\u00e4hrigen Sohn Ernst Ludwig, geboren am 16. Oktober 1902 in Kaltennordheim, beantragte er im gleichen Jahr die Anerkennung der Vaterschaft (6. Dezember 1905).<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth war das \u00e4lteste von vier Kindern des Schneidergehilfen Jakob Weiss und seiner Frau Rosa, einer geborenen Fleischmann. Nach ihr wurden ihre Br\u00fcder Alfons im Jahr 1887 und Alexander 1889 sowie ihre Schwester K\u00e4the 1891 in Wien geboren. Die Familie wohnte in der Josefstadt im gut b\u00fcrgerlichen 8. Bezirk der Stadt Wien. Obwohl Elisabeths Eltern der j\u00fcdischen Religion angeh\u00f6rten, lie\u00dfen sie ihre Kinder evangelisch taufen. Ein Jahr nach Elisabeths Heirat mit Hugo Bayerthal starb ihr Vater Jakob mit 55 Jahren an einem Lymphom. Nach geltendem Recht wurde der damals 48-j\u00e4hrigen Rosa Weiss als Mutter zwar die Vormundschaft f\u00fcr die drei noch im Haus lebenden Kinder \u00fcbertragen, sie brauchte jedoch noch ihren Vater Wilhelm als weiteren Beistand. Im Mai 1909 zog die Familie in das sogenannte Textilviertel im 1. Bezirk um. Dort besuchte Elisabeth regelm\u00e4\u00dfig ihre Mutter.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-zoooom\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Taunusstrasse-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5562\" style=\"width:550px\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Taunusstrasse-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Taunusstrasse-300x212.jpg 300w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Taunusstrasse-768x543.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Taunusstrasse-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Taunusstrasse-2048x1448.jpg 2048w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Taunusstrasse-150x106.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Hugo Bayerthal absolvierte sein Pharmazie-Studium an der Universit\u00e4t in M\u00fcnchen. Als er seine k\u00fcnftige Frau Elisabeth kennenlernte, wohnte er in Elberfeld, das heute zu Wuppertal geh\u00f6rt. Seit der Heirat lebte die Familie in Frankfurt, zog aber schon ein Jahr sp\u00e4ter nach Regensburg. Im Jahr 1909 folgte dann der Ortswechsel nach Mainz. Dort arbeitete Hugo Bayerthal als Apotheker und die Familie wohnte in der Rheinstra\u00dfe 23 im vierten Stock. Als im Jahr 1913 der berufliche Zusatz \u201eFabrikant\u201c im Adressbuch auftauchte, erfolgte der Umzug in den zweiten Stock des Hauses, 1915 dann in den ersten Stock. Im Jahr 1916 firmierte Hugo Bayerthal als \u201eChabeso-Fabrikant\u201c, eine alkoholfreie Limonade, die um die Jahrhundertwende erfunden und seit 1911 von der Boehringer Tochtergesellschaft \u201eChabeso GmbH Mainz\u201c in gro\u00dfen Mengen auf den Markt gebracht wurde. 1920, in dem Jahr, in dem Boehringer die Herstellung von Chabeso mit Lizenzvertr\u00e4gen einf\u00fchrte, erweiterte Hugo Bayerthal seine Chabesofabrik um eine Fabrik f\u00fcr alkoholfreie Getr\u00e4nke, Mineralwasser und um eine Kohlens\u00e4urehandlung. Seine Firmenadressen befanden sich zu dieser Zeit in der Rheinstra\u00dfe 23 und in der K\u00f6therhofstra\u00dfe 6. Gleichzeitig kaufte er das Haus in der Taunusstra\u00dfe 19 und zog mit seiner Familie dort in den zweiten Stock in eine gro\u00dfz\u00fcgige 5-Zimmer-Wohnung mit Bad und Mansarde. Sechs Jahre sp\u00e4ter gab er seine Firmen auf und firmierte von 1926 an wieder als Apotheker.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Ernst Ludwig, der gemeinsame Sohn von Hugo und Elisabeth Bayerthal, besuchte das Realgymnasium in Mainz und bestand dort 1922 seine Reifepr\u00fcfung. Im Anschluss nahm er das Studium der Philosophie in Heidelberg auf. Nach einem Semester wechselte er an die Universit\u00e4t Frankfurt, wo er bis auf das Sommersemester in Wien im Jahr 1924 seine Studienjahre mit den F\u00e4chern Germanistik, Philosophie und Musikgeschichte verbrachte. Seine Dissertation \u00fcber Georg Trakls Lyrik, die er bei der Mainzer Druckerei Lehrlingshaus in Druck gab, schloss er am 25. August 1926 erfolgreich ab. <\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-zoooom\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"702\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-3-1-1024x702.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5555\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-3-1-1024x702.jpg 1024w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-3-1-300x206.jpg 300w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-3-1-768x527.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-3-1-1536x1053.jpg 1536w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-3-1-150x103.jpg 150w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-3-1.jpg 1667w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>\u00a9 Universit\u00e4tsarchiv Frankfurt<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<br>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-zoooom\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"783\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1-783x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5556\" style=\"width:750px\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1-783x1024.jpg 783w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1-229x300.jpg 229w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1-768x1005.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1-1174x1536.jpg 1174w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1-1566x2048.jpg 1566w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1-115x150.jpg 115w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Ernst_Bayerthal-2-1.jpg 1646w\" sizes=\"auto, (max-width: 783px) 100vw, 783px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>\u00a9 Universit\u00e4tsarchiv Frankfurt<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Ernst Ludwig Bayerthal scheint ein privilegiertes, gro\u00dfb\u00fcrgerliches Leben gef\u00fchrt zu haben. Er lebte bei seinen Eltern, gab als sehr guter Pianist Hauskonzerte zusammen mit dem benachbarten Geiger und Dirigenten Dr. G\u00fcnther Kehr, dem sp\u00e4teren Leiter des Peter-Cornelius-Konservatoriums, und ging keinem Beruf nach. Als Intellektueller geh\u00f6rte er zum Freundeskreis der Hesperiker, dessen Mittelpunkt sein Schul- und Studienfreund Carl Mumm bildete. Auch Ernst Kreuder geh\u00f6rte dazu und widmete sogar 1948 seinen Roman \u201eDie Unauffindbaren\u201c \u201eDen hesperischen Dichtern, meinen Freunden, Ernst Bayerthal (\u2020), Max Herchenr\u00f6der, Carl Mumm, Hanns Ulricht, Gustav Waldt.\u201c Laut der Auskunft eines Zeitzeugens, der damals im gleichen Haus lebte und Nachhilfe von Ernst Bayerthal erhalten hatte, ging Ernst Bayerthal ein Verh\u00e4ltnis mit einem im Dachgeschoss lebenden Arbeiter ein. So sollen die beiden sich abends verabredet haben, um gemeinsam zu den Rheinwiesen zu gehen. Vor allem dadurch, dass er von den Nationalsozialisten als j\u00fcdischer \u201aMischling\u2018 eingestuft worden war, musste er zahlreiche Zwangsma\u00dfnahmen des NS-Regimes erleiden. So \u00e4nderte sich mit Kriegsbeginn das Leben Ernst Ludwig Bayerthals nochmals gravierend, denn er musste Zwangsarbeit in einem Werk der \u201eVereinigten Glanzstoff-Fabriken AG\u201c in Kelsterbach leisten, wie sich ein damaliger Nachbar erinnerte. Die<br>Firma produzierte Kunstseide, die u.a. f\u00fcr die Herstellung von Fallschirmen verwendet wurde.<br>Kurz vor seiner Deportation vergiftete sich Ernst Ludwig mit Veronal, einem starken Schlafmittel, das schon kurz nach seiner Einf\u00fchrung 1902 als \u201eSelbstm\u00f6rderwaffe\u201c galt, und seit 1908 nur noch rezeptpflichtig in der Apotheke zu erwerben war. Er starb am 23. M\u00e4rz 1942 im Krankenhaus in Mainz, wurde aber erst am 8. September, also ein halbes Jahr sp\u00e4ter, auf dem Neuen J\u00fcdischen Friedhof beerdigt. <\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die Familie Bayerthal evangelisch getauft war und zur Christusgemeinde geh\u00f6rte, galt sie f\u00fcr die Nationalsozialisten als j\u00fcdisch und war von den massiven Einschr\u00e4nkungen und Repressalien gegen J\u00fcdinnen*Juden betroffen. 1938 musste Hugo Bayerthal zun\u00e4chst alle Etagen seines Hauses, vom Erdgeschoss bis zum dritten Stock, zur Verf\u00fcgung stellen. 1940 wurde sein Eigentum \u201aarisiert\u2018, d.h. er musste sein Wohnhaus weit unter Wert an einen nicht-j\u00fcdischen Besitzer verkaufen. In diesem Jahr zog auch Elisabeths Mutter Rosa zu ihnen. Sp\u00e4ter wurde die von der Familie Bayerthal bewohnte zweite Etage zu einem sogenannten \u201aJudenhaus\u2018 umgewandelt. Vier weitere Personen mussten sich zwei Zimmer teilen, darunter Hugo Bayerthals verwitwete Schwester Paula Knublauch. Sie hatte vorher in einer sogenannten \u201aMischehe\u2018 gelebt und war dadurch vor Verfolgungen der Nationalsozialisten zun\u00e4chst gesch\u00fctzt. Nach dem Tod ihres 20 Jahre \u00e4lteren Mannes Oskar August fiel dieser Schutz jedoch weg.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-zoooom\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"729\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_0921_Seite_1-1024x729.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5060\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_0921_Seite_1-1024x729.jpg 1024w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_0921_Seite_1-300x214.jpg 300w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_0921_Seite_1-768x547.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_0921_Seite_1-1536x1094.jpg 1536w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_0921_Seite_1-2048x1458.jpg 2048w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_0921_Seite_1-150x107.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kennkarte von Hugo Bayerthal <br><sup>(\u00a9 Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland)<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-zoooom\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_1223_Seite_1-1024x739.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5061\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_1223_Seite_1-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_1223_Seite_1-300x217.jpg 300w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_1223_Seite_1-768x555.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_1223_Seite_1-1536x1109.jpg 1536w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_1223_Seite_1-2048x1479.jpg 2048w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/B_5.1_Abt_IV_1223_Seite_1-150x108.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kennkarte von Elisabeth Bayerthal, geb. Weiss<br><sup>(\u00a9 Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland)<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Nach dem Selbstmord Ernst Ludwigs im M\u00e4rz 1942 wurde die Familie auseinandergerissen und in unterschiedliche \u201aJudenh\u00e4user\u2018 verlegt. Hugo und Elisabeth Bayerthal, inzwischen 70 und 60 Jahre alt, mussten in das \u201aJudenhaus\u2018 in der Lotharstra\u00dfe 3 ziehen, Rosa Weiss wurde mit 83 Jahren im \u201aJudenhaus\u2018 in der Adam-Karrillonstra\u00dfe 54 untergebracht und Paula Knublauch kam mit 73 Jahren in das J\u00fcdische Krankenhaus in der Gonsenheimer Stra\u00dfe 11. Von dort wurden sie am 27. September 1942 \u00fcber Darmstadt in das Ghettho nach Theresienstadt deportiert. Hier starb Rosa Weiss knapp einen Monat sp\u00e4ter am 21. Oktober 1942.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"746\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Bayerthal-746x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5057\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Bayerthal-746x1024.jpg 746w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Bayerthal-219x300.jpg 219w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Bayerthal-768x1054.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Bayerthal-109x150.jpg 109w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Bayerthal.jpg 786w\" sizes=\"auto, (max-width: 746px) 100vw, 746px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Deportationsliste mit den Namen von Hugo und Elisabeth Bayerthal<br><sup>(\u00a9 Stadtarchiv Mainz, NL Oppenheim)<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"746\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Weiss_Fleischmann-746x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5058\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Weiss_Fleischmann-746x1024.jpg 746w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Weiss_Fleischmann-219x300.jpg 219w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Weiss_Fleischmann-768x1054.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Weiss_Fleischmann-109x150.jpg 109w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Deportationsliste_Weiss_Fleischmann.jpg 786w\" sizes=\"auto, (max-width: 746px) 100vw, 746px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Deportationsliste mit dem Namen von Rosa Weiss, geb. Fleischmann<br><sup>(\u00a9 Stadtarchiv Mainz, NL Oppenheim)<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Hugo Bayerthal wurde am 30. M\u00e4rz 1943 ermordet, seine Schwester Paula war bereits einen Monat vorher, am 27. Februar 1943, unter den unmenschlichen Bedingungen gestorben. Elisabeth wurde von Theresienstadt aus am 18. Mai 1944 nach Auschwitz deportiert und dort am 31. Dezember des gleichen Jahres ermordet. Auch Hugo und Elisabeths Br\u00fcder wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Hugo Bayerthals \u00e4ltester Bruder Alexander starb am 21. Oktober 1943 im Gestapo-Gef\u00e4ngnis in Frankfurt am Main. Elisabeths Br\u00fcder und deren Familien wurden in Konzentrationslagern ermordet oder starben an den menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen. Die einzige \u00dcberlebende war Elisabeths Schwester K\u00e4the, die sich nach New York retten konnte und sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Suche nach ihrer Mutter machte.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Text: Christine Schwarz<\/p>\n\n\n\n<p>Redaktionelle Bearbeitung: HdE<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Quellenhinweise:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Arolsen Archives: Deportationsliste Theresienstadt, Briefwechsel von Hal Haller (RA) wg. Nachlasssache vor Bezirksgericht Z\u00fcrich, Briefwechsel Kanzlei B\u00f6ckel f\u00fcr Ellen Wolff.<\/p>\n\n\n\n<p>Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Kennkarten Elisabeth und Hugo Philipp Bayerthal.<\/p>\n\n\n\n<p>Institut f\u00fcr Stadtgeschichte Frankfurt: Heiratsbucheintr\u00e4ge: STA Frankfurt V 541\/1905 Bayerthal und Wei\u00df, Einwohnermeldeunterlagen A.12.02 Nullkartei B07859 Familie Philipp Hugo Bayerthal, Heiratsbelege STA Frankfurt V 541\/1905 und Wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Stadtarchiv Mainz: Adressb\u00fccher der Stadt Mainz, Familien- und Sterberegister der Stadt Mainz (Ancestry), Erg\u00e4nzungskarten des Bundesarchivs, Deportationslisten aus NL Oppenheim.<\/p>\n\n\n\n<p>Universit\u00e4tsarchiv Frankfurt: Studentenakten von Ernst Ludwig Bayerthal, Max Herchenr\u00f6der und Carl Mumm, Promotionsakten von Ernst Ludwig Bayerthal, Max Herchenr\u00f6der und Carl Mumm.<\/p>\n\n\n\n<p>Wiener Stadt- und Landesarchiv: Meldeunterlagen zu Elisabeth und Rosa Weiss, Verlassenschaftsabhandlungen Jakob Weiss, Pflegschaftsakten Jakob Weiss.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Die Stolpersteine f\u00fcr die Familie Bayerthal wurden am 11. September 2024 in der Taunusstra\u00dfe 19 verlegt. <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<iframe src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d5128.081287016083!2d8.264855076921975!3d50.01059341893647!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x47bd96ffdab3ae5f%3A0x2651eb4e0c736e12!2sTaunusstra%C3%9Fe%2019%2C%2055118%20Mainz!5e0!3m2!1sde!2sde!4v1731079371824!5m2!1sde!2sde\" width=\"600\" height=\"450\" style=\"border:0;\" allowfullscreen=\"\" loading=\"lazy\" referrerpolicy=\"no-referrer-when-downgrade\"><\/iframe>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Seite wird noch bearbeitet. Es handelt sich um eine vorl\u00e4ufige Fassung. Philipp Hugo Bayerthal Elisabeth \u201eElsa\u201c Bayerthal, geb. Weiss Ernst Ludwig Bayerthal Rosa Weiss, geb. Fleischmann Philipp Hugo Bayerthal wurde am 24. Mai 1872 in Sprendlingen im Kreis Bingen als viertes Kind des gro\u00dfherzoglichen Notars Dr. Heinrich Bayerthal und&#8230;<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/stolpersteine-in-mainz\/biografien\/familie-bayerthal\/\"><span>mehr Infos<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":104,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-5056","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5056","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5056"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5056\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5564,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5056\/revisions\/5564"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/104"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}