{"id":4288,"date":"2024-01-16T09:33:13","date_gmt":"2024-01-16T08:33:13","guid":{"rendered":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/?page_id=4288"},"modified":"2024-01-16T09:33:13","modified_gmt":"2024-01-16T08:33:13","slug":"familie-zeitin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/stolpersteine-in-mainz\/biografien\/familie-zeitin\/","title":{"rendered":"Familie Zeitin"},"content":{"rendered":"\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\nngg_shortcode_0_placeholder\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<br>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Chaim Ephraim<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Geboren am 26. Dezember1877<\/li>\n\n\n\n<li>1942 von Frankfurt am Main nach Izbica deportiert und ermordet<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sara Zeitin, geb. Saffra<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Geboren am 28. Oktober 1877<\/li>\n\n\n\n<li>1942 von Frankfurt am Main nach Izbica deportiert und ermordet<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nechama (Anna) Zeitin<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Geboren am 18. Februar 1902 in Dwinsk<\/li>\n\n\n\n<li>1942 von Frankfurt am Main nach Izbica deportiert und ermordet <\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Isaak Zeitin<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Geboren am 14. November 1910 in Mainz<\/li>\n\n\n\n<li>Am 25. Juni 1941 nach Hadamar deportiert und gleich nach der Ankunft in der Gaskammer ermordet<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">Die Ermordung im Rahmen der NS-\u201aEuthanasie\u2018<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">W\u00e4hrend der nationalsozialistischen Diktatur wurden viele Menschen j\u00fcdischen Glaubens, Sinti*zze und Rom*nja, politisch Oppositionelle und Homosexuelle in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Auch Menschen mit verschiedensten Arten von physischen und\/oder psychischen Krankheiten, Einschr\u00e4nkungen oder auch Behinderungen geh\u00f6rten f\u00fcr die Nationalsozialisten nicht zur sogenannten \u201aVolksgemeinschaft\u2018 und wurden aufgrund dessen zwangssterilisiert und ermordet. Viele Menschen mit Behinderung wurden in Nerven- und Heilanstalten sowie Einrichtungen, in denen Menschen mit Behinderung lebten und versorgt wurden, ermordet. Nach der nationalsozialistischen \u201aRassenpolitik\u2018 galten diese Menschen als \u201anicht lebenswert\u2018. Diese Morde an Menschen mit Behinderung wurden mit dem Begriff der \u201aEuthanasie\u2018 gerechtfertigt. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und beschreibt eigentlich einen leichten und sch\u00f6nen Tod. Die Nationalsozialisten nutzten den Begriff der \u201aEuthanasie\u2018, um die systematische Ermordung kranker und behinderter Menschen als \u201aGnadentod\u2018 zu verharmlosen. In der Realit\u00e4t aber versteckte sich hinter dem Begriff eine genauestens durchgeplante T\u00f6tungsaktion (Tarnbezeichnung: \u201aAktion T4\u2018). Neben der Ermordung im Rahmen der NS-\u201aEuthanasie\u2018 wurden aufgrund der nationalsozialistischen \u201aRassenpolitik\u2018 auch viele Menschen zwangssterilisiert. Am 14. Juli 1933 wurde das \u201eGesetz zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses\u201c (GzVeN) beschlossen, das am 1. Januar 1934 in Kraft trat. Aufgrund dieses Gesetzes wurden w\u00e4hrend der nationalsozialistischen Diktatur 380.000 bis 400.000 M\u00e4nner und Frauen zwangssterilisiert, wobei etwa 5.000 Menschen infolge des operativen Eingriffes starben. Bereits Mitte der 1920er-Jahre war die Idee aufgekommen, ein sogenanntes \u201eSterilisationsgesetz\u201c zu verabschieden, wobei hier noch die Einwilligung der Betroffenen als Bedingung f\u00fcr diesen operativen Eingriff vorgesehen war. Im Nationalsozialismus konnten nun aufgrund des GzVeN Menschen zwangssterilisiert werden, die an folgenden \u201aKrankheiten\u2018 litten: \u201aangeborener Schwachsinn\u2018, Schizophrenie, zirkul\u00e4res und manisch-depressives \u201aIrresein\u2018, erbliche \u201aFallsucht\u2018 (Epilepsie), erblicher \u201aVeitstanz\u2018 (Huntingtonsche Chorea), erbliche Blindheit, erbliche Taubheit, erbliche k\u00f6rperliche Missbildung und Alkoholismus. Vor allem die erste Diagnose, \u201aangeborener Schwachsinn\u2018, wurde h\u00e4ufig gestellt, um politische Gegner*innen als \u201akrank\u2018 abzustempeln und diese in Nerven- und Heilanstalten einzuweisen. Das nationalsozialistische \u201eGesetz zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses\u201c (GzVeN), aufgrund dessen auch Isaak Zeitin zwangssterilisiert wurde, galt in der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik Deutschland lange Zeit nicht als \u201aunrechtm\u00e4\u00dfiges\u2018 Gesetz, weswegen von dem Gesetz Betroffene nicht entsch\u00e4digt wurden. Erst ab den 1980er-Jahren kam zwangssterilisierten Menschen eine einmalige Zahlung von 5.000 DM zugute. Ab 1988 erhielten die Betroffenen eine kleine Rente. Ein Jahr zuvor war der \u201eBund der \u201aEuthanasie\u2018-Gesch\u00e4digten und Zwangssterilisierten\u201c (BEZ) gegr\u00fcndet worden, in dem sich Betroffene f\u00fcr die Anerkennung des Erlebten einsetzen und auf die psychischen Folgen ihrer erzwungenen Kinderlosigkeit verweisen. Isaak Zeitin war kein typisches Opfer der \u201aEuthanasie\u2018, da er j\u00fcdischen Glaubens war und J\u00fcdinnen*Juden zumeist in Konzentrationslagern von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Mit der ihm gestellten Diagnose \u201aSchizophrenie. Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Ordnung\u2018 stufte man ihn als \u201aerbkrank\u2018 ein, weswegen er zwangssterilisiert wurde. Ebenso wie die bereits erw\u00e4hnte und oft gestellte Diagnose \u201aangeborener Schwachsinn\u2018 muss auch Zeitins Diagnose \u201aSchizophrenie\u2018 in Frage gestellt werden, da oftmals nur nach einem Grund gesucht wurde, um die betroffenen Menschen gezwungenerma\u00dfen zu sterilisieren und ermorden. Der Zusammenhang zwischen der nationalsozialistischen \u201aEuthanasie\u2018 und dem \u201aHolocaust\u2018 ist noch nicht g\u00e4nzlich erforscht; einen wichtigen ersten Forschungsbeitrag leisteten hier aber die beiden Historiker Jan Erik Schulte und J\u00f6rg Osterloh, die 2021 das Buch <em>\u201eEuthanasie\u201c und Holocaust. Kontinuit\u00e4ten, Kausalit\u00e4ten, Parallelit\u00e4ten<\/em> herausgaben. Zur Geschichte der NS-\u201aEuthanasie\u2018, aber vor allem zu den Opfern aus Mainz und Rheinhessen hat das Haus des Erinnerns \u2013 f\u00fcr Demokratie und Akzeptanz eine Ausstellung konzipiert, zu der man <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.haus-des-erinnerns-mainz.de\/index.php\/projekte-ausstellungen\/ausstellung\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> gelangt.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Isaak Zeitin kam als j\u00fcngstes von vier Kindern der Familie am 14. November 1910 in Mainz zur Welt. Seine Eltern Chaim Ephraim (*26.12.1877) und Sara Zeitin, geborene Saffra (*28.10.1877), stammten aus dem damals wei\u00dfrussischen Gomel, beziehungsweise aus Dwinsk, dem heute lettischen Daugavpils. Isaaks \u00e4ltere Schwester Nechama (genannt Anna) war bereits am 18. Februar 1902 in Dwinsk geboren worden, bevor die Zeitins 1903 nach Mainz kamen. Vermutlich flohen sie vor dem zunehmenden Antisemitismus und den Pogromen in ihrer Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p>Isaaks Schwester Eva und sein Bruder Joseph waren 1903 und 1906 ebenfalls in Mainz geboren worden. Der Vater war als Toraschreiber t\u00e4tig, so findet sich in den Mainzer Adressb\u00fcchern im Jahr 1904 der Eintrag \u201eZeitin, Ephraim, Zehngeboteschreiber, Steingasse 11\u201c. Die Familie geh\u00f6rte zum Israelitischen Humanit\u00e4tsverein, in dem sich die aus Osteuropa geflohenen J\u00fcdinnen*Juden versammelten und der einen eigenen Betsaal in der Margaretengasse 1 hatte. In diesem Geb\u00e4ude wohnten die Zeitins ab 1914.<\/p>\n\n\n\n<p>Es darf angenommen werden, dass alle Kinder der Familie die 1859 gegr\u00fcndete Unterrichtsanstalt der Israelitischen Religionsgesellschaft, die sogenannte Bondi-Schule, besuchten. Zumindest ist dies von Anna Zeitin bekannt, die 1908 dort eingeschult wurde. Isaak wurde nach Ende seiner Schulzeit Kaufmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeitins, die deutsche Staatsb\u00fcrger*innen geworden waren, erlebten ab Februar 1934 die zunehmenden Repressionen des NS-Regimes: Ihre Einb\u00fcrgerung wurde widerrufen und sie wurden, wie alle aus Osteuropa stammenden J\u00fcdinnen*Juden, f\u00fcr \u201astaatenlos\u2018 erkl\u00e4rt. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung zum Kaufmann wurde der 23-j\u00e4hrige Isaak Zeitin am 5. Mai 1934 erstmals in die damalige Landes- Heil- und Pflegeanstalt Alzey eingewiesen zwecks Begutachtung hinsichtlich einer Zwangssterilisation nach dem \u201eGesetz zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses\u201c (GzVeN) vom 14. Juli 1933. Nach diesem Gesetz, das im Januar 1934 in Kraft trat, wurden Menschen nach unhaltbaren Kriterien als vermeintlich \u201aerbkrank\u2018 eingestuft, ohne ihr Einverst\u00e4ndnis sterilisiert und am Ende in den \u201aEuthanasie\u2018-Mordanstalten get\u00f6tet. Die von den NS-\u00c4rzten zu Isaak Zeitin gestellte Diagnose \u201eSchizophrenie. Gef\u00e4hrdung der \u00f6ffentlichen Ordnung\u201c muss daher hinterfragt und sehr kritisch betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<p>Auf Beschluss des \u201aErbgesundheitsgerichts\u2018 am Amtsgericht Worms vom November 1934 wurde Isaak Zeitin aus Alzey entlassen, um &nbsp;noch im selben Monat im Wormser Stadtkrankenhaus zwangssterilisiert zu werden. Von dort kehrte er nach Mainz zur\u00fcck. Jedoch schon mit der erneuten Einweisung nach Alzey im Juni 1935 begann f\u00fcr ihn ein Zwangsaufenthalt in mehreren Anstalten.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Am 21. Dezember 1938, also nach der Pogromnacht, wurde er in das Landes-Alters- und Pflegeheim Heidesheim verlegt. Mit Kriegsbeginn wurde Heidesheim f\u00fcr Lazarettzwecke ger\u00e4umt. So schickte man auch Isaak Zeitin im September 1939 mit einem Sammeltransport auf offenen Lastwagen erneut nach Alzey. Im Mai 1940 wurde er mit 50 Patient*innen in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Heppenheim verlegt, da auch die Anstalt in Alzey angesichts des Frankreichfeldzuges als Reservelazarett genutzt werden sollte. Auf einem Meldebogen vom 16. Juli 1940 aus Heppenheim ist f\u00fcr Isaak Zeitin \u201enicht zu besch\u00e4ftigen\u201c vermerkt. Ende des Jahres 1940 kam er mit zehn weiteren Patient*innen erneut nach Heidesheim. Im Juni 1941 musste Isaak Zeitin mit 36 anderen, darunter f\u00fcnf j\u00fcdische Patient*innen, in die Landesheilanstalt Eichberg im Rheingau wechseln, die als \u201aZwischenanstalt\u2018 f\u00fcr die T\u00f6tungsanstalt&nbsp;Hadamar galt. Vom Eichberg aus wurde Isaak Zeitin im Alter von 30 Jahren am 25. Juni 1941 mit 86 weiteren Menschen nach Hadamar verbracht und gleich nach der Ankunft in der dortigen Gaskammer ermordet und anschlie\u00dfend verbrannt. Isaak Zeitin wurde nur 30 Jahre alt. Die L\u00fcgen des NS-Regimes setzten sich im Familienregister der Familie Zeitin fort. Hier ist zu Isaak Zeitin vermerkt: \u201eStaatenlos. Gest. 7.7.1941 in Hadamar-M\u00f6nchberg.\u201c F\u00fcr die Opfer der \u201aEuthanasie\u2018 wurden in Hadamar regelm\u00e4\u00dfig falsche Todesdaten und -gr\u00fcnde angegeben, so auch bei Isaak Zeitin. Laut Sterbeurkunde war er nicht am 25. Juni, sondern am 7. Juli gestorben. So konnten f\u00fcr ihn zw\u00f6lf weitere Tage Pflegegelder abgerechnet werden. Isaak Zeitin erhielt ein einfaches Grab auf dem Neuen J\u00fcdischen Friedhof in Mainz, weil die Familie es offenbar gew\u00fcnscht hatte. Ob aber seine Asche in der Urne war, die die Familie \u00fcbersandt bekam, muss bezweifelt werden. Bis auf den Bruder Joseph sind alle Mitglieder der Familie Zeitin deportiert und ermordet worden. Die Schwester Eva wurde, nachdem sie gemeinsam mit ihrem Mann Max Moses und ihrem Sohn Manfred 1942 deportiert worden war, in Sobib\u00f3r ermordet. Die Eltern sowie die Schwester Nechama wurden vermutlich am 24. Mai 1942 von Frankfurt am Main nach Izbica deportiert und ermordet. Der Bruder Joseph wurde in der Pogromnacht des November 1938 verhaftet und am 12. November 1938 in das KZ Buchenwald<a> <\/a>deportiert, wurde dort jedoch am 17. Dezember wieder entlassen. Am 15. April 1939 gelang ihm an Bord der \u201eCesare\u201c die Flucht aus dem Deutschen Reich nach Shanghai. Dort lebte er, bis er 1947 in die USA \u00fcbersiedelte, wo er anschlie\u00dfend in San Francisco und vermutlich als Rabbiner arbeitete.<a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-zoooom\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"731\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Joseph_Zeitin_Buchenwald-731x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2991\" style=\"width:494px;height:692px\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Joseph_Zeitin_Buchenwald-731x1024.jpg 731w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Joseph_Zeitin_Buchenwald-214x300.jpg 214w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Joseph_Zeitin_Buchenwald-768x1075.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Joseph_Zeitin_Buchenwald-107x150.jpg 107w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Joseph_Zeitin_Buchenwald.jpg 880w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Quelle: Arolsen Archives<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Text: Renate Knigge-Tesche<\/p>\n\n\n\n<p>Redaktionelle Bearbeitung: HdE<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p><strong>Literaturhinweise:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aly, G\u00f6tz: Die Belasteten. Euthanasie 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte, Frankfurt am Main 2013.<\/p>\n\n\n\n<p>Benzh\u00f6fer, Udo: Entw\u00fcrfe f\u00fcr ein NS-\u201eEuthanasie\u201c-Gesetz (1939\/1940), Ulm 2017 (= Frankfurter Studien zur Geschichte und Ethik der Medizin, Bd. 4).<\/p>\n\n\n\n<p>Goebel, Christine\/ Hocke, Michaela\/ Pawelletz, J\u00f6rg (Hrsg.): \u201eLebensunwert\u201c \u2013 entw\u00fcrdigt und vernichtet. Zwangssterilisation und Patientenmorde im Nationalsozialismus im Spiegel der Quellen des Landeshauptarchivs Koblenz. Begleitband zur Ausstellung, Koblenz 2017 (= Ver\u00f6ffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Bd. 126).<\/p>\n\n\n\n<p>Hedwig, Andreas\/ Petter, Dirk (Hrsg.): Auslese der Starken \u2013 \u201eAusmerzung\u201c der Schwachen. Eugenik und NS-\u201eEuthanasie\u201c im 20. Jahrhundert, Marburg 2017 (= Schriften des Hessischen Staatsarchiv Marburg, Bd. 35).<\/p>\n\n\n\n<p>Hexemer, Hans-Peter (Hrsg.): Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, 2016: Plenarsitzung in der Rheinhessen-Fachklinik Alzey, Ausstellung im Landtag Rheinland-Pfalz und der Gedenkst\u00e4tte KZ Osthofen, Mainz 2017 (= Schriftenreihe des Landtags Rheinland-Pfalz, Heft 66).<\/p>\n\n\n\n<p>Hinz-Wessels, Annette: Tiergartenstra\u00dfe 4. Schaltzentrale der nationalsozialistischen \u201eEuthanasie\u201c-Morde, Berlin 2015.<\/p>\n\n\n\n<p>Israelitische Religionsgesellschaft Mainz (Hrsg.): Zur Geschichte der Unterrichtsanstalt der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Mainz. Festschrift anl\u00e4sslich ihres 75j\u00e4hrigen Bestehens 1859-1934, Mainz 1935, S. 41 (Klassenlisten nach 1908 sind nicht \u00fcberliefert).<\/p>\n\n\n\n<p>Kneuker, Gerhard\/ Steglich, Wulf: Begegnungen mit der Euthanasie in Hadamar, Rehburg-Loccum 2016.<\/p>\n\n\n\n<p>Osterloh, J\u00f6rg\/ Schulte, Jan Erik (Hrsg.): \u201eEuthanasie\u201c und Holocaust. Kontinuit\u00e4ten, Kausalit\u00e4ten, Parallelit\u00e4ten, Paderborn 2021 (= Schriftenreihe der Gedenkst\u00e4tte Hadamar, Bd. 1).<\/p>\n\n\n\n<p>Polter, Lars: Zwangssterilisation und \u201eEuthanasie\u201c im Erinnern und Erz\u00e4hlen. Biografische Interviews mit Betroffenen und Angeh\u00f6rigen, M\u00fcnster u. a. 2020 (= Studien zur Volkskunde in Th\u00fcringen, Bd. 10).<\/p>\n\n\n\n<p>Renate Knigge-Tesche: Isaak Zeitin, in: Knigge-Tesche, Renate\/Br\u00fcchert, Hedwig (Hrsg.): Der Neue J\u00fcdische Friedhof in Mainz. Biographische Skizzen zu Familien und Personen, die hier ihre Ruhst\u00e4tte haben. Sonderheft der Mainzer Geschichtsbl\u00e4tter, Mainz 2013, S.307-311.<\/p>\n\n\n\n<p>Westermann, Stefanie: Verschwiegenes Leid. Der Umgang mit den NS-Zwangssterilisationen in der Bundesrepublik Deutschland, K\u00f6ln 2010 (= Menschen und Kulturen, Bd. 7).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Margaretengasse-1-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3043\" style=\"width:353px;height:471px\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Margaretengasse-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Margaretengasse-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Margaretengasse-1-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Margaretengasse-1-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Margaretengasse-1-113x150.jpeg 113w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Margaretengasse-1-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Foto: HdE<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<iframe src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d2564.4398872424713!2d8.266925251483016!3d50.003109827275864!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x47bd9702dfe5a005%3A0xc315f1a6f22738af!2sMargaretengasse%201%2C%2055116%20Mainz!5e0!3m2!1sde!2sde!4v1651682851714!5m2!1sde!2sde\" width=\"600\" height=\"450\" style=\"border:0;\" allowfullscreen=\"\" loading=\"lazy\" referrerpolicy=\"no-referrer-when-downgrade\"><\/iframe>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Der Stolperstein wurde am 06. Mai 2022 in der Margaretengasse 1 verlegt. <a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chaim Ephraim Sara Zeitin, geb. Saffra Nechama (Anna) Zeitin Isaak Zeitin Die Ermordung im Rahmen der NS-\u201aEuthanasie\u2018 W\u00e4hrend der nationalsozialistischen Diktatur wurden viele Menschen j\u00fcdischen Glaubens, Sinti*zze und Rom*nja, politisch Oppositionelle und Homosexuelle in Konzentrationslager deportiert und ermordet. 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