{"id":3442,"date":"2023-02-16T11:27:44","date_gmt":"2023-02-16T10:27:44","guid":{"rendered":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/?page_id=3442"},"modified":"2023-02-16T11:36:10","modified_gmt":"2023-02-16T10:36:10","slug":"dr-arthur-levy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/stolpersteine-in-mainz\/biografien\/dr-arthur-levy\/","title":{"rendered":"Dr. Arthur Levy"},"content":{"rendered":"\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized is-style-zoooom\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5999-1-973x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3446\" width=\"373\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5999-1-973x1024.jpeg 973w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5999-1-285x300.jpeg 285w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5999-1-768x808.jpeg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5999-1-1460x1536.jpeg 1460w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5999-1-143x150.jpeg 143w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5999-1.jpeg 1813w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stolperstein f\u00fcr Dr. Arthur Levy<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<br>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kurzbiografie:<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Geboren am 26. Juli 1880 in Mainz<\/li>\n\n\n\n<li>Gestorben am 02. August 1941 in Mainz<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<h3 class=\"has-background wp-block-heading\" style=\"background-color:#aec2d4\">Restitution und die Debatte dar\u00fcber in der Nachkriegszeit                                                                          <\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#aec2d4\">W\u00e4hrend des Nationalsozialismus wurden viele verm\u00f6gende J\u00fcdinnen*Juden enteignet. Durch die \u201aArisierung\u2018 ging Besitz j\u00fcdischer Menschen in nationalsozialistischen Besitz \u00fcber. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und somit auch der nationalsozialistischen Diktatur endete zwar die Verfolgung und Ermordung j\u00fcdischer B\u00fcrger*innen, der w\u00e4hrend des Nationalsozialismus geraubte Besitz wurde allerdings nicht zwangsl\u00e4ufig zur\u00fcckgegeben. In der Nachkriegszeit kam infolge der juristischen, gesellschaftlichen sowie historischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus die Frage nach der Restitution, also der R\u00fcckerstattung, sogenannter \u201aNS-Raubkunst\u2018 sowie weiteren geraubten Eigentums an die eigentlichen j\u00fcdischen Besitzer*innen auf. Ein weltweit bekannter Fall von Restitution j\u00fcdischen Besitzes ist der Fall des Gem\u00e4ldes \u201aAdele Bloch-Bauer I\u2018, welches 1907 von Gustav Klimt gemalt und im \u201aDritten Reich\u2018 durch die Nationalsozialisten geraubt wurde. Die Erbin der Familie Bloch-Bauer (das Gem\u00e4lde zeigt Adele Bloch-Bauer), Maria Altmann, erhielt im Jahr 2006 nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit dem Staat \u00d6sterreich f\u00fcnf Gem\u00e4lde Klimts, die urspr\u00fcnglich ihrem Onkel geh\u00f6rten, zur\u00fcck. In Deutschland wurde Ende des Jahres 1999 die \u201eGemeinsame Erkl\u00e4rung zur Auffindung und zur R\u00fcckgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus j\u00fcdischem Besitz\u201c durch den Bund, die L\u00e4nder und die Kommunen unterzeichnet. Aufgrund dieser Erkl\u00e4rung sind \u00f6ffentliche Kultureinrichtungen sowie auch private B\u00fcrger*innen dazu aufgefordert, ihren Besitz zu untersuchen, um festzustellen, ob es sich dabei eventuell um NS-Raubgut handelt. Sollte dies der Fall sein, sind sie dazu verpflichtet, die jeweiligen Untersuchungen, auch wenn es sich um unklare F\u00e4lle handelt, offenzulegen. Die Erkl\u00e4rung der Bundesregierung, der L\u00e4nder und der Kommunen kam aufgrund der Washingtoner Konferenz des Jahres 1998 zustande, auf der sich Deutschland mit weiteren 43 Staaten dazu verpflichtete, nach NS-Raubkunst zu suchen, um danach entsch\u00e4digende Ma\u00dfnahmen zu treffen. 2015 wurde das \u201eDeutsche Zentrum Kulturgutverluste\u201c eingerichtet, das als Ansprechpartner f\u00fcr Fragen und Probleme bez\u00fcglich der Erkl\u00e4rung fungiert. Die beiden Beispiele, der Fall der \u201aFrau in Gold\u2018 in \u00d6sterreich und die \u201aGemeinsame Erkl\u00e4rung\u2018 in Deutschland, zeigen, dass die Debatte \u00fcber Restitution von geraubtem j\u00fcdischem Besitz und der tats\u00e4chliche Prozess der R\u00fcckgabe nur sehr schleppend vorangeht und am Beispiel von Deutschland erst sehr sp\u00e4t eine zentrale Anlaufstelle geschaffen wurde. Auch bez\u00fcglich anderer historischer Epochen wird \u00fcber Restitution von geraubtem Besitz debattiert. Der Begriff \u201aRestitution\u2018 wird in der medialen Berichterstattung sehr h\u00e4ufig in Verbindung mit der R\u00fcckgabe von w\u00e4hrend der Kolonialzeit geraubter Kunst genannt. So kam es in den letzten Jahren immer wieder zur R\u00fcckgabe von einigen Kunstwerken aus deutscher Hand an Namibia. Die Debatte bleibt hier jedoch aktuell, da sich weiterhin viel namibischer Besitz in deutschen Museen befindet. Der Mainzer Dr. Arthur Levy und sein Bruder Oskar Levy mussten zu Beginn des Jahres 1939 ihren Besitz an Schmuck sowie Gold- und Silbergegenst\u00e4nden aufgrund der beginnenden \u201aArisierung\u2018 an die Nationalsozialisten \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Arthur Levy wurde am 26. Juli 1880 in Mainz geboren. Seine Eltern, Nathan und Rosalie Emilie, geborene Fridberg, sind beide auf dem Neuen J\u00fcdischen Friedhof bestattet. Sein zwei Jahre nach ihm geborener Bruder Richard verstarb bereits 1938 im Alter von 55 Jahren, der 1884 geborene Oskar wurde von den Nationalsozialisten ermordet<em>.<\/em><\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-zoooom\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3443\" width=\"526\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-300x225.jpg 300w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-768x576.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-150x112.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 526px) 100vw, 526px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Alle drei Br\u00fcder wohnten in der Schusterstra\u00dfe 10, laut Adressbuch wohnten Richard und Arthur im ersten und Oskar im zweiten Obergeschoss. F\u00fcr die beiden j\u00fcngeren ist als Beruf \u201eSchuhh\u00e4ndler\u201c vermerkt. Arthur jedoch hatte (zuletzt in Gie\u00dfen) Jura studiert und im Herbst 1901 die erste juristische Staatspr\u00fcfung mit \u201egut\u201c bestanden. Den Vorbereitungsdienst absolvierte er an den Mainzer Gerichten und beim Hessischen Kreisamt. 1905 legte er das Assessorexamen ab \u2013 welches ebenfalls mit \u201egut\u201c bewertet wurde \u2013 und wurde ein Jahr sp\u00e4ter in Heidelberg \u201einsigni cum laude\u201c (entspricht einem \u201esehr gut\u201c) promoviert. Wie damals \u00fcblich musste er sich in den ersten Jahren seiner beruflichen T\u00e4tigkeit mit richterlichen Hilfst\u00e4tigkeiten begn\u00fcgen, bevor am 27. Mai 1919 durch die Ernennung zum Richter am Amtsgericht Osthofen seine planm\u00e4\u00dfige Anstellung erfolgte. Knapp sechs Jahre sp\u00e4ter wurde er zum Landgerichtsrat bef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Arthur Levy war unverheiratet. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, war er 52 Jahre alt. Er profitierte nicht von dem im \u201eGesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums\u201c f\u00fcr \u201anichtarische\u2018 Beamte vorgesehenen \u201aAltbeamtenprivileg\u2018 und hatte auch nicht im Ersten Weltkrieg \u201ean der Front gek\u00e4mpft\u201c, wie es der zweite Ausnahmetatbestand formuliert, sodass zum 16. Juni 1933 seine Versetzung in den Ruhestand erfolgte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\"><div class=\"wp-block-image is-style-zoooom\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-Kennkarte-1024x742.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3444\" width=\"665\" height=\"481\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-Kennkarte-1024x742.jpg 1024w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-Kennkarte-300x217.jpg 300w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-Kennkarte-768x556.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-Kennkarte-1536x1113.jpg 1536w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-Kennkarte-2048x1483.jpg 2048w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy-Kennkarte-150x109.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Kennkarte von Dr. Arthur Levy<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Fortgang der Diskriminierung und Ausbeutung geben die Akten des von seinen Neffen nach dem Krieg angestrengten Wiedergutmachungsverfahrens Aufschluss. So hei\u00dft es in einem anwaltlichen Schriftsatz:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Anfang des Jahres 1939 waren sowohl der Erblasser Oskar Levy wie auch Dr. Arthur Levy gezwungen, alle Schmucksachen und Gold- und Silbergegenst\u00e4nde abzuliefern. Im Hause der Br\u00fcder Levy in Mainz, Schusterstra\u00dfe 10 befanden sich Juwelen und Gegenst\u00e4nde aus Edelmetallen der Eltern, da die beiden unverheirateten Br\u00fcder, Dr. Arthur Levy und Richard Levy, der 1938 verstorben war, die gesamten Einrichtungsgegenst\u00e4nde der Eltern \u00fcbernommen hatten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dann werden die Gegenst\u00e4nde aufgez\u00e4hlt, die Oskar und Arthur Levy bei der St\u00e4dtischen Pfandleihanstalt abliefern mussten. Und man bekommt einen Eindruck von den sogenannten gutb\u00fcrgerlichen Wohnverh\u00e4ltnissen der beiden, wenn es dort hei\u00dft:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Der Erblasser besa\u00df in seinem Hause in Mainz, Schusterstra\u00dfe 10 eine aus 6 Zimmern und K\u00fcche bestehende Wohnung. Landgerichtsrat Dr. Arthur Levy hatte im gleichen Hause eine aus 7 Zimmern und K\u00fcche bestehende Wohnung inne. Als er im August 1941 verstarb, l\u00f6ste der Erblasser den Haushalt des Bruders auf. Er \u00fcbernahm jedoch die au\u00dfergew\u00f6hnlich umfangreiche und wertvolle Bibliothek, 1 Fl\u00fcgel, 4 Orient-Teppiche, Perserbr\u00fccken, \u00d6lgem\u00e4lde, Kunstgegenst\u00e4nde und eine Sammlung von Meissner Porzellan-Figuren.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"904\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy2-1024x904.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3445\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy2-1024x904.jpg 1024w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy2-300x265.jpg 300w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy2-768x678.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy2-150x132.jpg 150w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Levy2.jpg 1196w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Levy-Arthur-und-Richard-Grab_000046-611x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3836\" width=\"317\" height=\"530\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Levy-Arthur-und-Richard-Grab_000046-611x1024.jpg 611w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Levy-Arthur-und-Richard-Grab_000046-179x300.jpg 179w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Levy-Arthur-und-Richard-Grab_000046-768x1287.jpg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Levy-Arthur-und-Richard-Grab_000046-1222x2048.jpg 1222w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Levy-Arthur-und-Richard-Grab_000046-89x150.jpg 89w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Levy-Arthur-und-Richard-Grab_000046-scaled.jpg 1527w\" sizes=\"auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>\u00a9privat<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p>Im Sterberegister vom 2. August 1941 ist als Todesursache \u201eHerzschlag\u201c vermerkt. \u00dcber die Begleitumst\u00e4nde dieses \u201eHerzschlags\u201c braucht man nicht lange zu spekulieren. Arthur Levys letzte Ruhest\u00e4tte ist auf dem Neuen J\u00fcdischen Friedhof, dort, wo auch sein j\u00fcngerer Bruder Richard gut drei Jahre zuvor beerdigt worden war.<\/p>\n\n\n\n<br>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5993-842x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3447\" width=\"651\" height=\"791\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5993-842x1024.jpeg 842w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5993-247x300.jpeg 247w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5993-768x934.jpeg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5993-1264x1536.jpeg 1264w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5993-1685x2048.jpeg 1685w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5993-123x150.jpeg 123w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><sup>Foto: HdE<\/sup><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<br>\n\n\n\n<p><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Verfasser: Tillmann Krach <\/p>\n\n\n\n<p>Redaktionelle Bearbeitung: HdE<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<p><strong>Literaturhinweise:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alker-Windbichler, Stefan\/ Bauer, Bruno\/ Stumpf, Markus: NS-Provenienzforschung und Restitution an Bibliotheken, Berlin u. a. 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>Bloch, Werner: Restitutionen statt Reparationen? Deutsch-namibisches Verh\u00e4ltnis, URL: https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsch-namibisches-verhaeltnis-restitutionen-statt-100.html [Zugriff: 20.06.2022].<\/p>\n\n\n\n<p>Farack, Bettina: NS-Raubgut nach 1945. Seine Wege als Teil herrenloser Best\u00e4nde und seine Auffindung, Berlin 2017 (= Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Bd. 417).<\/p>\n\n\n\n<p>Goschler, Constantin\/ Andrieu, Claire (Hrsg.): Raub und Restitution. \u201aArisierung\u2018 und R\u00fcckerstattung des j\u00fcdischen Eigentums in Europa, Frankfurt am Main 2003.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6nberger, Sophie: Was heilt Kunst? Die sp\u00e4te R\u00fcckgabe von NS-Raubkunst als Mittel der Vergangenheitspolitik, G\u00f6ttingen 2019.<\/p>\n\n\n\n<p>Silverman, Lisa: Gustav Klimt, Adele Bloch-Bauer I, URL: https:\/\/www.bpb.de\/themen\/zeit-kulturgeschichte\/geteilte-geschichte\/340148\/gustav-klimt-adele-bloch-bauer-i\/#node-content-title-1 [Zugriff: 20.06.2022].<\/p>\n\n\n\n<p>Strelow, Irena: Studien zur Provenienzforschung. Band 3: System und Methode. NS-Raubkunst in deutschen Museen, Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p>Verna, Sascha: Die Frau in Gold. Klimt-Portr\u00e4t in New York, URL: https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/klimt-portraet-in-new-york-die-frau-in-gold-100.html [Zugriff: 20.06.2022].<\/p>\n\n\n\n<p>O. V.: NS-Raubgut: Aufarbeitung und Restitution, URL: https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/bundesregierung\/bundeskanzleramt\/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien\/kultur\/rueckgabe-ns-raubkunst [Zugriff: 20.06.2022].<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Quellenhinweise:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Akten des Landgerichts Mainz Landesarchiv Speyer<\/p>\n\n\n\n<p>Akten des Justizministeriums Hessisches Staatsarchiv Darmstadt<\/p>\n\n\n\n<p>Familienregister Stadtarchiv Mainz<\/p>\n\n\n\n<p>Mainzer Adressb\u00fccher<\/p>\n\n\n\n<p>Sterberegister Stadtarchiv Mainz<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<br>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6747-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3834\" width=\"335\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6747-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6747-225x300.jpeg 225w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6747-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6747-113x150.jpeg 113w, https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/IMG_6747.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<iframe src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d320.5765234761404!2d8.272523564133166!3d49.99987990000001!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x47bd971b6e1962bb%3A0x5fdcc6b1cb4534b4!2sSchusterstra%C3%9Fe%2010%2C%2055116%20Mainz!5e0!3m2!1sde!2sde!4v1663076097944!5m2!1sde!2sde\" style=\"border:0;\" allowfullscreen=\"\" loading=\"lazy\" referrerpolicy=\"no-referrer-when-downgrade\" width=\"600\" height=\"450\"><\/iframe>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Der Stolperstein wurde am 6. Mai 2022 in der Schusterstra\u00dfe 10 verlegt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzbiografie: Restitution und die Debatte dar\u00fcber in der Nachkriegszeit W\u00e4hrend des Nationalsozialismus wurden viele verm\u00f6gende J\u00fcdinnen*Juden enteignet. Durch die \u201aArisierung\u2018 ging Besitz j\u00fcdischer Menschen in nationalsozialistischen Besitz \u00fcber. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und somit auch der nationalsozialistischen Diktatur endete zwar die Verfolgung und Ermordung j\u00fcdischer B\u00fcrger*innen, der w\u00e4hrend&#8230;<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/stolpersteine-in-mainz\/biografien\/dr-arthur-levy\/\"><span>mehr Infos<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":104,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-3442","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3442","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3442"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3442\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3840,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3442\/revisions\/3840"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/104"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/stolpersteine-mainz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3442"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}